Bildbearbeitung

Onlineprojekt der LV VdM5

Überblick

Verfasst von Franziska am Oktober 21, 2008

Der Schwerpunkt von Bildbearbeitung ist es, die Fehler zu beheben, die beim Fotografieren oder anderen Bilderfassungen entstehen können, zum Beispiel Über- und Unterbelichtung, Unschärfe, Kontrastschwäche, Bildrauschen, Rote-Augen-Effekt, Stürzende Linien etc.. Durch diese Fehler wirken Bilder oft zu dunkel, zu hell, zu unscharf oder anderweitig mangelhaft. Die Ursachen können technische Probleme der Aufnahmegeräte (Digitalkammera, Scanner), Fehlbedienung derselben, ungünstige Arbeitsbedingungen oder mangelhafte Vorlagen sein.

Inhalt

  • 1 Arten der Bildbearbeitung
  • 2 Gegenwärtige Entwicklung
  • 3 Software
  • 4 Einige Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung
  • 5 Einsatzbereiche der Bildbearbeitung
  • 6 Literatur
  • 7 Siehe auch
  • 8 Weblinks

1. Arten der Bildbearbeitung

Bildbearbeitung beinhaltet Techniken wie Retusche, Unscharf Maskieren, Abwedeln und andere Optimierungsmethoden.

Bei der digitalen Bildbearbeitung handelt es sich um die computergestützte Bearbeitung von digitalen Bildern, üblicherweise von Rastergrafiken, meist Fotos oder gescannten Dokumenten.

Die nötige Hard- und Software ist sehr preisgünstig zu bekommen, daher ist diese Art der Bildbearbeitung weit verbreitet. Die Möglichkeiten digitaler Bildbearbeitung sind extrem vielfältig und meist nur durch die mangelnden Kenntnisse des Bearbeiters beschränkt.

Die traditionelle Bildbearbeitung beinhaltet Foto-, Negativ- und Diabearbeitung. Für diese Art der Bildbearbeitung sind spezielle Geräte, Materialien und Kenntnisse notwendig.

Diese Art der Bildbearbeitung ist eine Domäne für Spezialisten. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig; durch den oft sehr grossen Aufwand aber ökonomisch nicht sinnvoll.

Die hybride Bildbearbeitung beinhaltet Methoden der traditionellen und der digitalen Bildbearbeitung und wurde in den 90er Jahren entwickelt. Während der Film im Vergrößerungsgerät ausbelichtet wird, befindet sich eine spezielle lichtdurchlässige Scheibe zwischen Film und Foto. Diese Scheibe kann partiell durch elektrischen Strom lichtundurchlässig gemacht werden. In Sekundenbruchteilen kann dadurch nachbelichtet, abgewedelt oder unscharf maskiert werden.

Heutzutage findet diese Technik eine massenhafte Anwendung bei der Herstellung von Amateurfotos (vom Film).

2. Gegenwärtige Entwicklung

Die heutige – digitale – Form der Bildbearbeitung ist ein inhomogenes Konglomerat aus verschiedenen Vorläufern. Exemplarisch können als Vorläufer folgende Hauptbereiche genannt werden:

  • Reprotechnik (typisch dafür sind alle Formen der Kontrastveränderung)
  • Fotografie (typisch dafür sind Labortechniken)
  • Drucktechnik (typisch sind Farbseparation, Rasterung,…)
  • Fernsehtechnik (typisch sind Farbkanäle und Montagemethoden)
  • Computergrafik (typisch sind vektorbasierte Bearbeitungen)

Alle Bereiche haben ihren eigenen Spuren hinterlassen. Beispielsweise:

  • aus der Reprotechnik: die Unscharfmaskierung
  • aus der Fotografie: die Filter
  • aus der Drucktechnik: die Masseinheit “Zoll” (zu finden in “ppi”, dpi”,…)
  • aus der Fernsehtechnik: die Alpha-Kanäle
  • von der Computergrafik: die Pfadwerkzeuge

Die heutige Form der digitalen Bildbearbeitung ist noch sehr jung. In ihr finden sich, bedingt durch die Spuren der vielen Vorläufer

  • zahlreiche Begriffe, die das selbe meinen
    • als Beispiel sei das (teilweise) Einfärben eines Schwarz-Weiß-Fotos genannt. In Wikipedia finden sich hierzu folgende Begriffe:
      • Kolorieren, die umgangssprachliche Bezeichnung
      • Tonung, ein Begriff aus der Fotolabortechnik
      • Colorkey, die Bezeichnung im englischen Sprachraum
  • gleiche Begriffe, die verschiedene Dinge meinen
    • Beispiel “printen”: in der Fotografie ist damit eine (absolut) rasterfreie Ausbelichtung gemeint, während die Drucktechnik damit ein Raster-Druckverfahren bezeichnet
  • und Begriffe, die nicht eindeutig sind
    • Beispiel “dpi”: in der Anwendungssoftware eines Scanner ist damit der Pixel (pro Inch) gemeint, während in der Drucktechnik damit der Druckpunkt (aus einem Pixel werden in der Regel 4 Druckpunkte gebildet) bezeichnet wird

Zahlreiche Nachschlagewerke, sogar Lehrbücher für die aktuelle Fotografenausbildung enthalten diese Mehrdeutigkeiten. Auch in Wikipedia sind zahlreiche Begriffe zu finden, die nicht einheitlich definiert sind (einige Beispiele sind in diesem Kapitel verlinkt).

Durch die Marktdominanz einiger Bildbearbeitungsprogramme (im Profibereich allen voran Photoshop) bildet sich hier allmählich ein einheitlicher Wortschatz. Alternative Bemühungen zur Standardisierung sind nur sehr wenige zu finden, da ein Grossteil der Diskussionen von Amateuren geführt wird…

QUELLE: wikipedia

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Photoshop

Verfasst von Franziska am Oktober 21, 2008

Adobe Photoshop ist ein kommerzielles Bildbearbeitungsprogramm des US-amerikanischen Softwarehauses Adobe Systems. Im Bereich der professionellen Bildbearbeitung (Druckvorstufe) ist das Programm Marktführer. Photoshop ist Teil der Adobe Creative Suite, einer Sammlung von Grafik- und Designprogrammen und wie die meisten anderen Adobe-Anwendungen für Mac OS X und Microsoft Windows verfügbar.

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Geschichte
  • 2 Begriff
  • 3 Marktführerschaft
  • 4 Entwicklung
  • 5 Siehe auch
  • 6 Literatur
  • 7 Weblinks

Geschichte

Die Entwicklung von Photoshop begann 1987, noch unter dem Namen Display, erst durch Thomas Knoll und etwas später mit seinem Bruder John Knoll gemeinsam. Letzterer arbeitete zu dieser Zeit für Industrial Light and Magic. Die Brüder verbesserten in den nächsten Jahren das Programm, die erste Auslieferung von 200 Kopien erfolgte für Barneyscan XP unter dem Namen Image Pro in der Version 0.87. Aldus entwickelte zur gleichen Zeit den Photostyler und Adobe hatte gerade mit Letraset eine Übereinkunft zur Weiterentwicklung von Color Studio getroffen, als Photoshop von Adobes Art Director Russel Brown als das bessere Programm entdeckt wurde. 1988 schlossen daher die Knoll-Brüder und Adobe einen für die Software zukunftsweisenden Vertrag. Erst zwei Jahre später wurde das Programm zum ersten Mal von Adobe veröffentlicht. Von Beginn an war es für die Bearbeitung von Bildern vorgesehen, die von einem Scanner digitalisiert worden waren. Diese Geräte waren zur damaligen Zeit noch selten und teuer.

Obwohl es hauptsächlich für die Bearbeitung von Bildern zum Zwecke des Drucks entwickelt wurde, erfreute sich Photoshop auch zunehmender Beliebtheit, wenn es darum ging, Bilder für das World Wide Web zu produzieren. Ab der Version 5.5 wurde Photoshop mit einer separaten Anwendung namens ImageReady ausgeliefert, die spezialisierte Werkzeuge für diesen Zweck bot. Allerdings wurden diese Funktionen bis zur Version CS2 immer mehr in die Hauptanwendung integriert und die Weiterentwicklung ergab keine ausschlaggebende Verbesserung bei ImageReady.

Seit 2003 liegt Photoshop in der Version 8 vor, die von Adobe CS genannt wird, um die Integration mit der Adobe Creative Suite widerzuspiegeln. Seit dieser Aktualisierung überprüft Photoshop beim Öffnen einer Datei den Inhalt auf bestimmte Merkmale wie sie auf Abbildungen von Banknoten zu finden sind und verhindert bei einem Fund jede Weiterverarbeitung.

Im April 2005 kam die Version 9 als CS2 heraus, die auch Teil des Programmpakets Creative Suite 2 (CS2) ist.

Die Version 10 oder CS3 wurde am 27. März 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt. Erhältlich ist sie seit dem 16. April 2007 (englische Version) bzw. 15. Mai 2007 (deutsche Version). Alle Teile des (nunmehr erweiterten) Programmpakets Adobe Creative Suite wurden auf den Versionsstand CS3 gehoben. In der aktuellen Version CS3 wurde ImageReady komplett in die Hauptanwendung integriert.

Am 1. April 2008 wurde Adobe CS4 angekündigt. Sie wird erstmals auch mit der 64-Bit-Technologie ausgeführt, die allerdings nicht für die Macintosh-Version zur Verfügung stehen wird.

Begriff

Der Begriff photoshoppen ist ein Neologismus, den man in etwa mit ein Bild bearbeiten (wie beispielsweise Fotomontagen erstellen) übersetzen kann, unabhängig davon, welches Programm dazu benutzt wird. Adobe lehnt die Verwendung des Begriffs ab, weil das Warenzeichen Photoshop unterminiert wird. Es gibt den Begriff Photoshop inzwischen auch als Nomen, das für das bearbeitete Bild steht. Diese Bedeutung wird häufig abwertend gebraucht, um Bilder zu bezeichnen, die stark nachbearbeitet wurden und daher einen typischen „Photoshop-Look“ haben.


Marktführerschaft

Photoshop wird generell als eines der besten Bildbearbeitungsprogramme angesehen. In der bildverarbeitenden und -bearbeitenden Branche hat es sich als Industriestandard durchgesetzt. Der sehr hohe Preis machte das Programm jedoch für Privatanwender unattraktiv. Diese Tatsache erlaubte es alternativen Programmen wie PhotoLine, Paint Shop Pro oder dem Open-Source-Programm GIMP, einen ansehnlichen Marktanteil zu erobern und zu halten.

Um den verlorenen Marktanteil nicht aufgeben zu müssen, führte Adobe günstigere Endverbraucher-Ausgaben, zuerst als Photoshop LT, dann mit dem Namen Adobe Photoshop Elements ein, deren Funktionen für die Belange von Heimanwendern optimiert wurden. Gegenüber den teureren und umfangreicheren Photoshop-Versionen fehlte einiges, was eher im professionellen Bereich notwendig sein könnte. Sie sind daher eher für Webgestaltung sowie Nachbearbeitung von Bildern aus Digitalkameras gedacht und bieten zum Beispiel keinen CMYK-Farbmodellmodus oder das Bearbeiten von Bildern in einer Farbtiefe von 48 Bit. Speziell auf einfachere Bedienung ausgerichtete Funktionen (Datei-Browser mit erweiterten Möglichkeiten, Rote-Augen-Werkzeug, Sofort-Reparatur-Pinsel) waren aber zuerst in Photoshop Elements zu finden, bevor sie dann im leistungsstärkeren Photoshop CS2 zur Verfügung standen. Die Elements-Ausgabe wird oft zusammen mit Digitalkameras oder Scannern ausgeliefert.

Weiter gab es von den Photoshop-Versionen 2 bis 5 Ausgaben mit den Buchstaben LE, für Limited Edition stehend, die, ähnlich dem nunmehrigen Photoshop Elements gegenüber Photoshop CS, eine funktional abgespeckte Variante des Programms darstellten. Diese wurden ebenfalls häufig zusammen mit Hardware als sogenannte Bundle- bzw. OEM-Version ausgeliefert.

Entwicklung

Thomas Knoll beginnt 1987 mit den ersten Arbeiten an einem Grafikprogramm, später arbeitet er mit John Knoll zusammen. Das entstehende Programm nennen sie Display. Ein Jahr später erscheint eine verbesserte Version von Display mit dem Namen ImagePro.

Zusammen mit ihrem Scanner verkauft BarneyScan 1989 etwa 200 Exemplare. In diesem Jahr tritt Adobe Systems in Erscheinung, nach zehnmonatiger Entwicklung ist Photoshop geboren. Im Februar 1990 erscheint Photoshop 1.0 exklusiv für den Apple Macintosh, im Herbst kommt schon die Version 2.0 (Fast Eddy) heraus, welche die Pfad-Funktion einführt.

In den folgenden Jahren erscheinen weitere Versionen, so 1993 die Version 2.5.1 (Merlin), sie ist die erste Version, die nativ auf einem PowerPC läuft, gleichzeitig erscheint die erste Windows-Version (Brimstone).

1994 führt Version 3.0 (Tiger Mountain) die Ebenen ein, Paletten werden in Tabs zusammengefasst. Version 4.0 (Big Electric Cat) führt Einstellungsebenen ein, mit Version 5.0 (1998, Strange Cargo) gibt es eine History, Actions, Kanalmixer und Farbmanagement sowie das Protokoll.

Version 5.5 (Strange Cargo?) wendet sich 1999 an Webgrafiker (erste Ausgabe ImageReady). 2000 erscheint die Version 6.0 (Venus in Furs) und führt ein leistungsstarkes Textbearbeitungswerkzeug ein, die maximale Anzahl der Ebenen wurde von 99 auf 8.000 angehoben und Ebenensätze eingeführt.

2001 führt Version 7.0 (Liquid Sky) den Healing Brush ein, 2002 die Version 7.0.1 mit optionalem Camera-RAW-Plugin. Lichter und Tiefen für Digitalfotografie werden mit Version 8.0/CS (Dark Matter) 2003 betont, es werden unter anderem die Ebenenkompositionen und die Filtergalerie eingeführt.

2005 kommt Version 9.0, bzw. CS 2.0 (Space Monkey) heraus, sie bietet editierbare Oberfläche (Menü, Paletten), Unterstützung für den neuen „Cross-Suite“-Dateibrowser (Bridge), HDRI-Support (16 und 32Bit), Smart Objects, Verkrümmen (Warp), Fluchtpunkt-Werkzeug, weitere Funktionen für Digitalfotografen (Linsenkorrektur, selektives Scharfzeichnen, Störungen reduzieren, verbesserter RAW-Datei-Import, DNG-Konverter), erstmals sind mehrere Ebenen gleichzeitig auswählbar.

Version 10.0, bzw. CS 3.0 (Red Pill) erschien 2007. Photoshop gibt es nun in zwei Versionen – einer Standard-Version und einer Extended Version. Die erweiterte Version enthält zusätzliche Bearbeitungsmöglichkeiten für 3D und Video, außerdem erweiterte Werkzeuge zur Bildanalyse. Neu ist auch die Möglichkeit, verlustfreie, jederzeit wieder bearbeitbare Filter (Smart Filter) auf Smart Objects anzuwenden.

Literatur

  • Sibylle Mühlke: Adobe Photoshop CS3. Das Praxisbuch zum Lernen und Nachschlagen. Galileo, Bonn 2007 ISBN 978-3-89842-888-0
  • Winfried Seimert: Adobe Photoshop CS2 – das Einsteigerseminar redline, Heidelberg 2005 ISBN 3826673921

Weblinks

Wikibooks

Wikibooks: Bildbearbeitung_mit_Photoshop – Lern- und Lehrmaterialien

QUELLE: Wikipedia

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Überblick verschiedener Softwareangebote

Verfasst von Franziska am Oktober 21, 2008

Bildbearbeitungsprogramme spezialisieren sich auf Rastergrafiken (auch Pixel-Grafiken oder Bitmap-Grafiken genannt) und dienen der Erstellung, Verbesserung, Veränderung und Manipulation digitaler Bilder. Die wichtigsten Funktionen von Bildbearbeitungsprogrammen werden im Artikel Bildbearbeitung eingehend behandelt. Hier sei nur erwähnt, dass Bildbearbeitungsprogramme hauptsächlich zur Optimierung von Bildern eingesetzt werden, teilweise aber auch als Malprogamme.

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Unschäfe maskieren

Verfasst von Franziska am Oktober 21, 2008

Unscharf Maskieren (auch: „Selektive Schärfe“) bezeichnet in der Bildbearbeitung eine Filtermethode, um den Schärfeeindruck von Fotos durch die Kontrastanhebung kleiner Helligkeitswechsel zu erhöhen.

Geschärfte Bilder erscheinen detailreicher, da die Wahrnehmung des Menschen auf die Erkennung von Kanten und Linien hin optimiert ist (siehe auch Machsche Streifen). Der Informationsgehalt wird, wie bei allen nachträglich durchgeführten Bildoperationen, nicht erhöht.

Das Prinzip des unscharf Maskierens veranschaulicht die Abbildung. Um die Schärfe des Fotos oben links zu vergrößern, wird zunächst eine unscharfe Kopie erstellt, unten links. In der Analogtechnik benutzte man eine transparente Kopie, um, zusammen mit dem Negativ des Originals, Fotos zu belichten. In der Digitaltechnik subtrahiert man das unscharfe Bild vom Ausgangsbild und erhält als Ergebnis das mittlere Foto. In der Ausschnittsvergrößerung des Auges rechts lässt sich die Kontrastverstärkung an den Helligkeitsübergängen durch die Filterung deutlich erkennen.

Unscharf Maskieren

Unscharf Maskieren

Neben dem Grad der Unschärfe des Differenzbildes und der Helligkeit des Differenzbildes erlaubt es die Digitaltechnik, weitere Parameter zur Steuerung der Schärfung einzuführen.

Das Diagramm unten rechts stellt die Helligkeitsverteilung einer horizontalen Linie in Höhe der Augen dar. Subtrahiert man die grüne Kurve des unscharfen Bilds von der schwarzen Linie des Ausgangsbilds, erhält man, nach Anpassung des Gesamtkontrasts, als Resultat die rote Linie. Die Pfeile verweisen auf einige Bereiche, die nach der Bildoperation eine höhere Schwankung aufweisen und durch das Auge als Zunahme der Schärfe interpretiert werden.

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Belichtung in der Fotografie

Verfasst von Franziska am Oktober 21, 2008

Die Belichtung fotografischen Aufnahmematerials wird von drei Faktoren bestimmt: der Empfindlichkeit, der Blende und der Zeit. Sie ist ausgewogen, wenn Lichter und Schatten im Bild noch Zeichnung aufweisen.

Empfindlichkeit

Kontrastwiedergabe in Abhängigkeit von der Empfindlichkeit

Kontrastwiedergabe in Abhängigkeit von der Empfindlichkeit

Die Filmempfindlichkeit, der bei Digitalkameras die Empfindlichkeit des Bildsensors entspricht, wird heute überwiegend in ISO angegeben. Die Reihe der gängigen Werte lautet:

ISO 100 – 200 – 400 – 800 – 1600

Dabei bedeutet die aufsteigende Zahlenfolge nicht nur rechnerisch eine Verdopplung des vorausgehenden Wertes, sondern ein Film mit der nächsthöheren ISO-Angabe ist auch doppelt so lichtempfindlich wie der vorausgehende, in umgekehrter Reihenfolge halb so lichtempfindlich.

Die Wahl der Empfindlichkeit hängt zunächst vom Motivkontrast ab. Ist der Unterschied zwischen Licht (nicht weiß) und Schatten (nicht schwarz) im Motiv sehr groß, besitzt es also eine große Anzahl von fein differenzierten Zwischentönen, wählt man die höhere Empfindlichkeit, weil sie eine flachere Gradation aufweist und somit feinere Details wiederzugeben in der Lage ist. Dementsprechend wählt man bei geringem Motivkontrast eine niedrige Empfindlichkeit, weil die Gradation hier steiler ist und weniger differenzierte Zwischentöne umfasst.

Mit zunehmender Empfindlichkeit steigt aber bei Filmen das Sichtbarwerden seiner Körnigkeit, bei Digitalkameras das Bildrauschen. Daher sollte für die meisten Motive ein mittlerer Wert aus der vorstehenden Zahlenreihe ausreichend sein und nur in Ausnahmesituationen eine geringe Empfindlichkeit gewählt werden, wenn etwa Dokumente abgelichtet oder unter gestalterischem Gesichtspunkt kontrastreich nur wenige Details wiedergegeben werden sollen oder das Aufnahmelicht zu stark ist, hohe Empfindlichkeit, wenn das Aufnahmelicht zu schwach ist.

Liegt die Empfindlichkeit des Aufnahmematerials einmal fest, bestimmen nur noch die Werte von Blende und Zeit die Belichtung.

Blende [Bearbeiten]

Blende ist zunächst einmal eine meist aus dünnen einzelnen Lamellen gebildete Öffnung in den Objektiven, deren Durchmesser sich häufig durch Drehen eines Ringes außen an den Objektiven vergrößern oder verkleinern lässt. Sodann meint Blende auch das Verhältnis von Öffnung zu Brennweite eines optischen Systems. Ein Teleobjektiv beispielsweise von 50 mm freier Öffnung (D) und 200 mm Brennweite (f) besitzt die Blende 50 : 200 = 1 : 4, auch f / 4 geschrieben. Die Öffnung selbst wird im Gegensatz zu anderen optischen Geräten bei den fotografischen Objektiven nicht angegeben, weil sie für die fotografische Praxis ohne weitere Bedeutung ist, sondern nur die Brennweite und die Blende, also 200 mm 1 : 4, wobei die angegebene Blende (hier 4) die größt einstellbare des Objektivs und damit seine Lichtstärke bezeichnet. Übliche Blenden sind:

f 2,8 – 4 – 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22

Da die Blende ein reziproker Wert ist, bedeutet eine große, weit geöffnete Blende eine kleine Blendenzahl und eine kleine, eng geschlossene Blende eine große Blendenzahl. In der angegebenen Reihenfolge wird von Stufe zu Stufe die Lichtstärke des Objektivs und damit die auf das Aufnahmematerial einwirkende Belichtung halbiert, in umgekehrter Reihenfolge verdoppelt. So bezeichnet man den Unterschied in der Belichtung, der durch Verstellen um eine Blende zustandekommt, als Blendenwert, auch Lichtwert (LW) genannt. Somit entspricht ein Blendenwert einer Filmempfindlichkeitstufe. Daher kann ein Bild beispielsweise, das mit ISO 400 und Blende 16 belichtet wurde, bei gleichbleibender Belichtungszeit mit demselben Belichtungsergebnis auch mit ISO 200 und Blende 11 gemacht werden.

Die Blende dient aber nicht nur der Belichtungssteuerung, sondern sie legt auch die Schärfentiefe im Bild fest. Soll sich das zu fotografierende Objekt von unscharfem Hintergrund abheben, wählt man eine große Blende. Soll dagegen vom Vordergrund bis in den Hintergrund hinein gleichermaßen Schärfe liegen, nimmt man eine kleine Blende.

Das Abblenden eines Objektivs kann aber nicht beliebig betrieben werden, denn sein optisches Auflösungsvermögen ist proportional zu seinem Öffnungsverhältnis. Je größer die Öffnung und je kleiner die Brennweite, umso größer ist das Auflösungsvermögen. Mit dem Schließen der Blende wird bei gleichbleibender Brennweite daher auch das Auflösungsvermögen des Objektivs herabgesetzt. Ähnlich verhält es sich mit dem Auflösungsvermögen eines Films oder Sensors, das seiner Körnigkeit beziehungsweise der Anzahl seiner Pixel entspricht. Je feinkörniger desto höher ist die Auflösung. Vergleicht man nun die Auflösungsvermögen von Objektiv und Aufnahmematerial miteinander, gelangt man gewöhnlich bei Blende 16 in den Bereich, bei dem das Auflösungsvermögen des Objektivs das Auflösungsvermögen des Aufnahmematerials unterläuft. Allgemeine Bildunschärfe ist die Folge.

Zeit [Bearbeiten]

Belichtungszeit ist die Dauer, für die sich der Verschluss der Kamera öffnet und das Aufnahmematerial dem durch das Objektiv projizierten Bild aussetzt. Übliche Belichtungszeiten sind:

sec 1/15 – 1/30 – 1/60 – 1/125 – 1/250 – 1/500 – 1/1000

Wie bei der Blende wird auch hier in der angegebenen Reihenfolge die auf das Aufnahmematerial einwirkende Belichtung von Stufe zu Stufe halbiert, in umgekehrter Reihenfolge verdoppelt, so dass man auch den Unterschied zwischen zwei Werten in der Zeitreihe als Blendenwert oder Lichtwert bezeichnet.

Kurze Belichtungszeiten nimmt man, wenn das Aufnahmelicht sehr hell ist, oder um Bewegung zu stoppen, lange Belichtungszeiten, wenn das Aufnahmelicht schwach ist oder um Wisch- oder Fließeffekte zu erzielen. Bei Belichtungszeiten von 1/125 sec an abwärts besteht stets Verwacklungsgefahr, so dass Blitzlichteinsatz oder ein Stativ erforderlich werden.

Weil sowohl in der Blenden- als auch in der Zeitreihe die Lichteinwirkung in aufsteigender Reihenfolge halbiert und in absteigender Reihenfolge verdoppelt wird, lassen sich die für eine korrekte Belichtung erforderlichen Werte für die Blende und die Zeit gegeneinander verschieben. So erhält man dasselbe Belichtungsergebnis, wenn man statt mit Blende 8 und 1/250 sec mit weiter geöffneter Blende 5,6 aber verkürzter Zeit 1/500 sec belichtet.

Bei Belichtungszeiten von etwa 1/2000 sec an abwärts und bei Belichtungszeiten von einer Sekunde an aufwärts gilt diese Regel allerdings nicht mehr uneingeschränkt, denn tatsächlich wird für eine ausgewogene Belichtung mehr Licht benötigt, als die Regel angibt. Im Kurzzeitbereich spricht man vom Kurzzeiteffekt, im Langzeitbereich nach seinem Entdecker vom Schwarzschildeffekt.

Messung [Bearbeiten]

Die Ermittlung von richtiger Blende und Zeit erfolgt mit Belichtungsmessern.

Reflexion der Lichts in 18%-Stufen

Reflexion der Lichts in 18%-Stufen

Alle fotografischen Aufnahmematerialien und Messgeräte sind auf ein sogenanntes mittleres Grau kalibriert, was deshalb möglich ist, weil sich alle Farben von der Helligkeitsverteilung her auf die verschiedenen Töne des Grau reduzieren lassen. Dabei wird die durchschnittliche Lichtreflexion in Innenräumen zugrundegelegt, die der Reflexion von 18 % des auffallenden Lichts entspricht. Der Unterschied zwischen diesem Grau und 90-prozentigem Weiß, das gerade noch ein wenig Zeichnung wiedergibt, beträgt zwei Blendenwerte.

Unterbelichtung aus Belichtungsreihe

Unterbelichtung aus Belichtungsreihe

Korrekte Belichtung aus Belichtungsreihe

Korrekte Belichtung aus Belichtungsreihe

Überbelichtung aus Belichtungsreihe

Überbelichtung aus Belichtungsreihe

Bei den Belichtungsmessern gibt es zwei Arten Licht zu messen, nämlich die Lichtmessung und die Objektmessung.

Die Lichtmessung erfolgt am Motiv. Man muss also zu ihm hingehen, was nicht immer möglich ist. Diese Art der Messung kommt nur bei Handbelichtungsmessern vor, wobei das auf das Motiv einfallende Licht gemessen und der Belichtungsmesser mit vorgeschobener Kalotte vom Motiv aus in Richtung Kamera gehalten wird.

In umgekehrter Richtung, bei der Messung von der Kamera zum Motiv hin, handelt es sich um Objektmessung. Dabei wird das vom Motiv reflektierte Licht gemessen. Diese Art der Lichtmessung findet sich bei allen in die Kamera eingebauten Belichtungsmessern, ist aber auch eine Einsatzmöglichkeit der Handbelichtungsmesser, bei denen dann die Kalotte zur Seite zu schieben ist.

Die Objektmessung ist weniger zuverlässig, weil nicht das gleichmäßig einfallende Licht, sondern das reflektierte gemessen wird, das von den einzelnen Partien des Motivs recht unterschiedlich wiedergegeben werden kann. Das versuchen die Belichtungsmesser unter Zugrundelegung des mittleren Grau auszugleichen. Ist aber ein Motiv nicht durchschnittlich, sondern überwiegend hell oder überwiegend dunkel, setzen die Belichtungsmesser aufgrund ihrer Kalibrierung das Überwiegende als mittleres Grau voraus und verschieben so die Graustufung des Motivs in die eine oder andere Richtung, so dass helle Motive unterbelichtet und dunkle Motive überbelichtet wiedergegeben werden. Bei Schnee, Strand, weißer Hausfront, im tiefen Wald und ähnlichen Situationen besteht daher die Gefahr, falsch zu belichten.

Unterbelichtete Bilder wirken zu dunkel und in den Schatten erscheint keine Zeichnung mehr. Sie laufen zu, was in der Digitalfotografie regelmäßig mit verstärktem Bildrauschen verbunden ist, wenn man versucht, den Belichtungsfehler nachträglich im Bildbearbeitungsprogramm am Rechner auszugleichen. Überbelichtete Bilder sind zu hell. In den Lichtern erscheint keine Zeichnung mehr, sie wirken ausgefranst und die Farben verwaschen.

Mögliche Fehler bei der Belichtungsmessung lassen sich auf verschiedene Art und Weise vermeiden. Einfach ist eine Belichtungsreihe mit mindestens drei, um einen halben oder einen drittel Blendenwert unterschiedlichen Belichtungen. Einfach ist es auch, ein helles oder dunkles Motiv nicht direkt sondern seitlich des eigentlichen Motivs, da wo sich mittleres Grau findet, zu messen und die Kamera mit diesen Werten auf das Motiv zu schwenken. Zuverlässig und einfach ist es, die beiden vorgenannten Methoden miteinander zu kombinieren. Zuverlässig aber umständlich ist das Messen über eine Graukarte.

Belichtung ohne Messung

Behelfsmäßig kann die Belichtung auch ohne Messung, nur durch Abschätzung vorgenommen werden. Damit ist es möglich, z.B. auch mit alten Kameras ohne Belichtungsmesser zu arbeiten. Die dafür verwendete „f-16 Regel“ gibt als Blende für normale Motive bei direktem Sonnenlicht die Blende 16 vor. Die zugehörige Zeit ist abhängig vom verwendeten Filmmaterial, und soll in etwa der Kehrwert der ISO-Zahl sein. Bei einem Film mit ISO 100 dementsprechend Belichtungszeit 1/125; bei ISO 50 wären es 1/60.

Mit jeder Abstufung der Lichtverhältnisse muss die Belichtung über die Blende und / oder über die Zeit korrigiert werden. Weiße Motive bei direktem Sonnenlicht bedeutet eine Stufe heller, also soll die nächst kleinere Blende (f-22) oder nächst kürzere Zeit gewählt werden.

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